Gartenmöbel lackieren – so funktioniert’s

Gartenmöbel lackieren – so funktioniert’s

Solange Gartenmöbel neu sind, sehen sie noch schön aus. Aber mit den Jahren werden sie immer unansehnlicher, denn UV-Strahlung, Regen, Hagel, Schnee und Frost setzen dem Material zu. Ein effektiver Witterungsschutz ist eine Lackversiegelung – sie lässt Feuchtigkeit einfach abperlen und sorgt zudem für eine schöne Optik. Wir zeigen, wie es richtig geht!

Welche Gartenmöbel kann man lackieren?

Grundsätzlich können alle Gartenmöbel lackiert werden. Dies gilt also nicht nur für Modelle aus Holz oder Metall, sondern auch für Gartenmöbel aus Kunststoff. Dafür gibt es im Handel einen speziellen Kunststoff-Haftgrund. In der Regel reicht es bei Kunststoffmöbeln allerdings aus, wenn diese einfach nur regelmäßig geputzt werden, um wieder wie neu auszusehen. Zusätzlich ist guter UV-Schutz wichtig, damit das Material nicht ausbleicht und unansehnliche, helle Stellen bekommt. Den Aufwand einer Lackbehandlung können Sie sich also bei Kunststoffmöbeln ersparen.

Gartenmöbel aus Holz oder Metall benötigen dagegen mitunter einen besonderen Witterungsschutz. Nur Teak, Akazie, Douglasie, rostfreier Edelstahl und Aluminium überstehen Wind und Wetter ohne Lackversiegelung. Die meisten einheimischen Hölzer und Gartenmöbel aus Eisen müssen dagegen geschützt werden, denn sonst drohen Rost, Pilzbefall und Schimmel.

Alten Lack entfernen

Bevor Sie damit beginnen, Ihre Gartenmöbel aus Holz neu zu lackieren, sind zunächst einige Vorarbeiten notwendig. Grundvoraussetzung ist, dass die Möbel sauber und trocken sind. Untersuchen Sie bei den Reinigungsarbeiten die Oberfläche, um herauszufinden, ob die Möbel bereits lackiert sind. Unlackierte Modelle müssen Sie zunächst gründlich mit Seifenwasser abwaschen. Sobald das Holz getrocknet ist, nehmen Sie Schleifpapier zur Hand und schleifen damit die Holzoberfläche glatt. Reinigen Sie das Möbelstück anschließend erneut um den Schleifstaub zu entfernen.

Bei lackierten Oberflächen können Sie entscheiden, ob Ihnen die einfache Reperatur kleinerer Fehlstellen bereits ausreicht. Diese werden einfach mit Schleifpapier angeschliffen und neu lackiert. Es kann jedoch schnell passieren, dass Übergänge sichtbar bleiben oder die Farbe nicht völlig übereinstimmt. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, müssen Sie das Möbelstück von Grund auf neu lackieren. Hierfür muss zunächst der alte Lack vollständig entfernt werden. Starten Sie mit einer groben Drahtbürste. Sobald der alte Lack zumindest weitestgehend weg ist, nehmen Sie auch hier Schleifpapier und bearbeiten damit die Oberfläche, bis sie schön glatt ist. Achten Sie unbedingt auf ein Schleifpapier mit feiner Körnung, damit die Oberfläche auch möglichst glatt wird.

Manche Lacke können mitunter sehr hartnäckig sein, sodass Sie mit einer Drahtbürste nichts ausrichten können. Für solche speziellen Fälle gibt es Abbeizpaste. Hier müssen Sie aber beachten, dass diese ätzend sein kann. Deshalb sollten Sie bei der Arbeit mit Abbeizpaste unbedingt Schutzkleidung wie Gummihandschuhe und Augenschutz tragen. Lesen Sie die Packungsanleitung für weitere Hinweise zum sicheren Vorgehen.

Ist der alte Lack entfernt, müssen Gartenmöbel aus Metall sorgfältig von Rost befreit werden. Waschen Sie das Möbelstück anschließend gründlich mit Spülmittel und warmen Wasser, bis es absolut sauber und fettfrei ist. Auch hier muss die Oberfläche gut trocknen

Gartenmöbel richtig grundieren

Als nächster Arbeitsschritt kommt die Grundierung. Nehmen Sie dazu eine spezielle Acrylgrundierung aus dem Baumarkt, tragen Sie diese gleichmäßig mit einem Flachpinsel auf das Holz auf und lassen Sie das Ganze über Nacht trocknen. Bewegen Sie den Pinsel beim Auftragen stets nur in eine Richtung, um auch eine glatte, saubere Oberfläche zu erhalten. Verwenden Sie bei Metallmöbeln statt dessen einen entsprechenden Rostschutzlack als Grundierung.

Der neue Lack

Sobald die Grundierung vollständig durchgetrocknet ist, können Sie das Gartenmöbelstück lackieren. Achten Sie auch hier wieder darauf, dass die Farbe gleichmäßig und nicht zu dick auf das Holz aufgetragen wird, um Unebenheiten oder sogenannte Rotznasen zu vermeiden. Außerdem sollten Sie den Pinsel immer gleichmäßig in eine Richtung bewegen, denn so vermeiden Sie unschöne Unebenheiten. Bewegen Sie den Pinsel also niemals wahllos in verschiedenen Richtungen über das Holz.

Artikelbild: © gkrphoto/Shutterstock.com