Trend: Der bienenfreundliche Garten 2019

Trend: Der bienenfreundliche Garten 2019

Petitionen hier, hochwertige Artikel dort – das Bienensterben ist aktuell in aller Munde. Die moderne Landwirtschaft, Pestizide und zu wenig Nahrung machen das Überleben vor allem von Wildbienen immer schwieriger. Dabei kann gerade hier jeder in wenig mithelfen. Gestalten Sie Ihren Garten einfach bienenfreundlich! Damit liegen Sie in diesem Jahr voll im Trend.

Herzlich willkommen: So entsteht das Bienenparadies!

Wer in seinem Garten eine bienenfreundliche Umgebung bieten will, kann dies schon mit einfachen Mitteln tun und dabei sogar richtig faul werden. Denn zu ordentliche und penible gepflegte Gärten locken die wenigsten Insekten an. Wo ein Beet voller Wildblumen wächst, sind auch die Bienen gern. Lassen Sie eine kleine Ecke des Gartens unberührt – ein wenig Unkraut und der nicht zu perfekt gemähte Rasen fällt nicht immer auf.

Bienen brauchen Wasser. Ein Gartenteich oder ein kleiner Wasserlauf bereichert daher nicht nur Ihre grüne Oase, sondern ermöglicht auch den Insekten das Trinken. Wasserpflanzen bringen eine weitere Mahlzeit mit sich.

Totholz, Steinhaufen und Co bieten Unterschlupf und sollten ebenso nicht penibel weggeräumt werden. Im Herbst können auch verblühte Stauden einfach stehen gelassen werden – sie bieten den Bienen ein Quartier für den Winter. Wer mehr Nistplätze anbieten möchte, kann ein Insektenhotel aufstellen. Das ist nicht größer als ein Vogelhaus und ist schnell selbst gemacht oder einfach im Gartencenter gekauft.

Lebensräume für die Insekten: Diese bienenfreundliche Pflanzen helfen

Aber auch die Auswahl der Gartenpflanzen kann den Bienen helfen. Denn so manche bietet viel Nahrung für die kleinen Tiere. Ein Himbeerstrauch beispielsweise offeriert ein großes Angebot an zuckerreichen Pollen und Nektar, Steinklee (auch Honigklee genannt) hat ebenso einen hohen Nektargehalt. Thymian bringt nicht nur Freude in unsere Küche, sondern ist auch bei Bienen beliebt. Aber auch andere Küchenkräuter wie Salbei und Bohnenkraut bereichern das Nahrungsangebot der Insekten ebenso.

Im Obstgarten bieten sich Heckenkirsche und Apfelbäume an. Die Heckenkirsche bietet Nahrung, bevor Weiden und Kräuter blühen – auch im Winter. Der Apfelbaum blüht ab Mitte April und ist die erste Blüte des Jahres. Die Bäume erzeugen besonders viele Pollen und bieten viel Überschuss. Auch Kirschbäume sind sehr bienenfreundlich.

Bei den Stauden sind vor allem die Seidenpflanze und die Weide eine gute Alternative. Vor allem die Seidenpflanze scheint ein Paradies für Bienen zu sein und sorgt sogar mit einem natürlichen Mechanismus dafür, dass die Biene die Blüte erst verlassen kann, wenn Pollen zuverlässig am Bein klebt. Die Weide bietet Nahrung nach einem langen Winter.

Das A und O: Verzicht auf Chemie!

Wer einen bienenfreundlichen Garten bieten möchte, sollte auch die Finger von chemischen Schädlingsbekämpfern lassen. Denn auch die Bienen werden nicht von der Chemiekeule verschont. Greifen Sie stattdessen zu Hausmitteln, die auch bei leichten Schädlingsbefall den gewünschten Erfolg bringen. Die richtige Pflanze neben der anderen kann Ameisen, Schnecken und Co auch vertreiben.

Chemische Mittel sollten im bienenfreundlichen Garten nur im absoluten Notfall angewendet werden. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, achten Sie besonders auf die Herstellerangaben: So manches Mittel soll besonders schonend gegenüber anderen Nützlingen im Garten sein.

Kein Garten? Der bienenfreundliche Balkon!

Was in der grünen Oase funktioniert, gilt auch für den Balkon. Auch hier lassen sich Pflanzen in die Kästen bringen, die bienenfreundlich sind. Salbei, Blaukissen und Glockenblumen beispielsweise sind ideal für Wildbienen. Die beliebten, aber zu hoch gezüchtete Geranien hingegen bieten nicht mehr genug Pollen für die Insekten.

Auch eine kleine Bienentränke kann auf dem Balkon aufgestellt werden: Ein Schüssel Wasser mit einigen Steinen wird leicht zum Miniatur-Teich. Die Bienen können auf den Steinen landen und ungefährlich trinken. Platzierend Sie die Tränke neben einem blühenden Kasten!