Welches Holz eignet sich besonders als Gartenmöbelholz?

Welches Holz eignet sich besonders als Gartenmöbelholz?

Eiche oder Bangkirai? Einheimisch oder tropisch? Gartenmöbel aus Holz sind beliebt. Doch welche Sorte ist geeignet? Und warum haben die einheimischen Klassiker so manche Vorteile den tropischen Trendsorten gegenüber? Wir haben die Übersicht!

Generell: Laubhölzer versus Nadelhölzer

Wer sich für Gartenmöbel aus Holz entscheidet, wünscht sich eine wohlige Atmosphäre im Garten. Holz bietet dies und gilt als robust sowie widerstandsfähig. Doch die Lebensdauer variiert je nach Holzart.

Generell gilt: Nadelhölzer sind nicht so haltbar wie Laubhölzer. Denn sie sind von Bläue gefährdet. Dahinter stecken Pilzarten, die dem Holz schaden. Nadelhölzer müssen mit einem Holzgrundschutz bearbeitet werden, bevor sie im Außenreich verwendet werden können. Laubhölzer hingegen sind resistenter und brauchen deutlich weniger Pflege.

Nicht ohne Imprägnierung: Douglasie, Kiefer, Fichte und Lärche

Es gibt verschiedene Holzsorten, die im Handel üblich sind, jedoch Bläueschutz und Imprägnierung brauchen. Die Douglasie beispielsweise wird auch Oregon Pine genannt. Sie kommt aus Nordamerika, ist aber auch in Europa verbreitet. Ihr Holz ist gelblich-braun bis rötlich und dunkelt im Licht nach. Die Douglasie gehört zu den Nadelhölzern, die die größte Festigkeit aufweisen. Auch eine starke Streifenzeichnung macht das Holz sehr dekorativ.

Die Fichte hingegen ist ein gelbes bis rötlich-weißes Nadelholz, das sehr viel Harz enthält. Fichte ist preiswert und ein leicht zu verarbeitendes Weichholz. Sie kommt aus Europa und Nordamerika. Unbehandelt ist Fichte jedoch nicht für den Außenbereich geeignet und braucht als Gartenmöbelholz entsprechenden Schutz.

Auch die Kiefer findet sich in Europa und Nordamerika, aber auch in Ostasien und im Nahen Osten. Die Holzfarbe reicht ebenso von gelblich bis rötlich und dunkelt stark nach. Die Kiefer ist ebenso sehr harz- und fetthaltig, jedoch robuster als die Fichte. Die Lärche gehört zu den wertvollsten einheimischen Weißhölzern. Ihr hoher Harzgehalt macht das rötlich-braune Holz langlebig. Die Lärche ist dichter, zäher und härter als Kiefer und eignet sich daher mit entsprechender Behandlung sehr gut für den Außenbereich.

Robuster und resistenter: Bangkirai, Eiche, Eukalyptus, Akazie & Teak

Doch es gibt auch Holzsorten, die von Natur aus schon robust sind, dass sie keine Versiegelung benötigen, um als Gartenmöbelholz verwendet zu werden. Bangkirai beispielsweise ist ein tropisches Holz, das besonders schwer und hart ist. Das dunkel-rötliche Holz ist wie Teak resistenter gegen Fäulnis und Co. Letzteres ist gelb und dunkelt zu Braun nach. Teak kommt aus Südostasien, gilt als witterungsbeständig und kann aufgrund von seinen öligen Inhaltsstoffen ohne Behandlung ganzjährig im Außenbereich verwendet werden.

Aus Australien stammt Eukalyptusholz, dessen Baum schnell wächst und auch Heilöl und Aromastoffe produziert. Doch die Härte des Holzes macht Eukalyptus inzwischen sehr beliebt als Gartenmöbelholz. Die Robinie (oder oft auch „falsche Akazien“ genannt) findet sich ebenso im Gartenbereich, weil sie robust ist und ein dekoratives Aussehen mit sich bringt. Das Holz ist zunächst gelblich-braun und dunkelt zu einem goldbraunen Ton nach. Die Akazie ist besonders schwer und hart.

Mit dem Härtegrad kann die Eiche nicht mithalten, die lange Zeit als eines der beliebtesten Gartenmöbelhölzer galt. Eiche bringt eine beige bis honiggelbe Färbung mit sich und gilt als besonders rustikal sowie witterungsbeständig.

Besonders beliebt – sind Teak und Akazie auch ökonomisch sinnvoll?

Wer vor der Wahl des Gartenmöbelholzes steht, sollte aber auch die ökonomische Sinnhaftigkeit beachten. Tropenholz ist zwar robust, hat aber einen weiten Weg. Auch stammt es nicht immer aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft. Teak beispielsweise wird auch aus illegalem Einschlag in asiatischen Tropenwäldern gewonnen.

Hinterfragen Sie die Herkunft Ihres Holzes! Umweltsiegel helfen als Wegweiser – allen voran das FSC-Siegel der Organisation „Forest Stewardship Council“. Wer sicher sein will, greift zu einheimischen Hölzern. Vor allem die Douglasie ist hier beliebt, auch wenn sie etwas Pflege benötigt – dicht gefolgt von der Akazie.